RPM: Definition, Berechnung und Unterschied zum CPM

Aktualisiert am February 22, 2026
Kurzdefinition
Der RPM (Revenue Per Mille) ist der Umsatz pro tausend Pageviews oder tausend Impressionen und misst die Werbeeinnahmen, die ein Web-Publisher für jeweils tausend angesehene Seiten erzielt. Der RPM ist die zentrale Metrik für Blogger, Online-Medien und Content-Creator, die ihre Audience über programmatische Werbung monetarisieren.
Wie es funktioniert
Formel: RPM = (Gesamte Werbeeinnahmen / Anzahl der Pageviews) × 1 000. Beispiel: Generiert eine Website 350 € Werbeeinnahmen bei 70 000 Pageviews am Tag, beträgt ihr RPM (350 / 70 000) × 1 000 = 5 €. Das bedeutet, die Website erzielt im Schnitt 5 € Umsatz pro 1 000 Pageviews. Der RPM variiert stark abhängig von mehreren Faktoren: thematische Nische der Website (Finanzen und Versicherungen haben sehr hohe RPMs von 10-30 €, während Unterhaltung und Gaming niedrige RPMs von 1-3 € aufweisen), Herkunftsland des Traffics (US-, britische oder skandinavische Audiences haben deutlich höhere RPMs als Audiences aus Schwellenländern), Saison (Spitzen-RPM im November-Dezember zur Weihnachtszeit), Anzahl der Anzeigen pro Seite und deren Format (Video > Native > Display). Man unterscheidet Page RPM (Umsatz pro 1 000 Pageviews) vom Session RPM (Umsatz pro 1 000 Sessions) und Impression RPM (entspricht dem CPM auf Publisher-Seite).
Warum es wichtig ist
Der RPM ist die Monetarisierungs-Kennzahl schlechthin für Content-Publisher. Er ermöglicht es, die Effizienz der Werbestrategie unabhängig vom Traffic-Volumen zu messen: Eine Website kann mehr Pageviews als ein Wettbewerber haben, aber bei niedrigerem RPM weniger profitabel sein. Den RPM zu optimieren ist daher ebenso wichtig wie Traffic auszubauen. Für ein Redaktionsteam lenkt der RPM die Content-Produktion: Artikel zu Themen mit hohem RPM (Personal Finance, B2B-Software) sind strukturell rentabler als Lifestyle- oder Unterhaltungsartikel. Das Verfolgen des RPM im Zeitverlauf erkennt zudem technische Probleme (nicht geladene Anzeigen, mehr Ad-Blocker) oder Optimierungschancen bei Anzeigen-Dichte und -Position.
Wie verbessern oder nutzen
Um den RPM zu erhöhen: Treten Sie Premium-Werbenetzwerken bei (Mediavine, AdThrive, Raptive), die etablierten Sites höhere RPMs als Google AdSense bieten. Optimieren Sie Anzeigen-Platzierung und -Format, indem Sie die sichtbarsten Positionen (in-content, Sticky-Sidebar, Interstitial) testen. Verbessern Sie die Ladegeschwindigkeit der Website, um Lazy Loading der Anzeigen zu reduzieren. Erstellen Sie Inhalte zu Themen mit hohem CPM (Finanzen, Versicherungen, SaaS), um Premium-Werbetreibende anzuziehen. Aktivieren Sie Video- und Native-Formate, die höhere CPMs erzielen als klassisches Display.
Mit Sublim
Sublim ermöglicht es, den RPM präzise pro Artikel, Content-Kategorie und Traffic-Quelle zu messen. Indem Sie identifizieren, welche Inhalte den profitabelsten Traffic erzeugen (hoher RPM + hohes Volumen), können Sie Ihre Redaktion auf die lukrativsten Themen ausrichten. Diese kombinierte Analyse Traffic × RPM ist direkt im Sublim-Dashboard verfügbar, ohne komplexe Exports oder fortgeschrittene technische Kenntnisse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen RPM und CPM?
Der CPM (Cost per Mille) ist die Kennzahl des Werbetreibenden: Er beschreibt, was er der Plattform für tausend Impressionen zahlt. Der RPM ist die Kennzahl des Publishers: Er beschreibt, was er für tausend Pageviews oder tausend Impressionen erhält. Die Differenz zwischen CPM und RPM entspricht der Provision der Werbeplattform (Google, programmatisches Netzwerk). Der RPM liegt stets unter dem Brutto-CPM.
Was ist ein guter RPM für einen Blog in Frankreich?
Für einen frankophonen General-Blog mit Google AdSense ist ein RPM von 2 bis 5 € üblich. Spezialisierte Blogs in Finanzen, Immobilien, Recht oder B2B können 8 bis 20 € RPM erreichen. Englischsprachige Sites haben strukturell höhere RPMs (oft 2 bis 3 mal so hoch) aufgrund eines wettbewerbsintensiveren englischsprachigen Werbemarkts. Der RPM steigt deutlich, wenn man Premium-Netzwerken wie Mediavine beitritt (Minimum 50 000 Sessions/Monat).
Der RPM sinkt im Januar: ist das normal?
Ja, der RPM-Rückgang im Januar ist ein systematisches Phänomen in der programmatischen Werbung. Werbetreibende verbrauchen ihre Budgets im Dezember während der Feiertage und reduzieren Ausgaben Anfang Januar drastisch. CPMs (und damit RPMs) können zwischen Dezember und Januar um 30 bis 50 % einbrechen. Es ist ein normales saisonales Phänomen, das sich jedes Jahr wiederholt, mit allmählichem Anstieg ab März-April.
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